Pflastersteine ausfugen – auf den richtigen Splitt kommt es an

Pflastersteine verleihen Hofeinfahrten und Terrassen eine zeitlose und harmonische Ausstrahlung. Doch um Pfützenbildung bei Regen zu vermeiden, ist die richtige Fugenfüllung entscheidend. Es gibt unterschiedliche Varianten, daher ist es ratsam, im Voraus zu überlegen, welches Füllmaterial am besten zur Pflasterung passt.

Fugentiefe und Fugenbreite richtig wählen

Bevor man ein Pflaster verlegt, muss ein wasserdurchlässiger Unterbau geschaffen werden. Je nach Beanspruchung ist eine adäquate Verdichtung des Materials notwendig. Auf befahrenen Wegen, wie Hofeinfahrten, ist eine hohe Verdichtung essenziell, um die Belastbarkeit zu gewährleisten. Die Fugentiefe und -breite werden entsprechend der Beanspruchung des gepflasterten Weges angepasst. Hofeinfahrten sollten eine Fugentiefe von 40 mm und eine Fugenbreite zwischen 8 und 30 mm haben. Auf Terrassen, Freisitzen oder Gehwegen reicht eine Fugentiefe von 20 mm und eine Fugenbreite von 20 bis 30 mm aus. Für eine schnelle Ausfugung kann man einen Fugenmörtel verwenden. Allerdings ist dies die teuerste Option. Splitte sind günstiger, geben mehr Spielraum in der Farbgestaltung und sind optimal für alle wasserdurchlässigen Pflaster geeignet.

Splitte für wasserdurchlässige Pflaster und breite Pflasterfugen

Je nach Fugenbreite eignet sich Splitt mit einer Größe von 1 bis 3 mm. Basalt, grauer Granit und Glanzkies in Schwarz sehen besonders edel aus und werden gerne verwendet. Früher wurden Hofeinfahrten hauptsächlich mit einem Sand-Kiesgemisch verfugt, wodurch die Zwischenräume der Pflastersteine hauptsächlich grau wirkten. Um breite Fugen stilvoll und ästhetisch in Szene zu setzen, ist eine farbliche Ausfugung optimal. Basalt, Glanzkies und Granit bilden einen Kontrast zum Pflaster und lassen den Weg oder die Terrasse modern und hochwertig aussehen.

Bei tiefen und breiten Fugen kann man die ersten Füllschichten aus weniger spektakulärem Splitt vornehmen und die Oberschicht von 10 mm in der gewünschten Farbe gestalten. Eine Ausfugung mit Splitt bleibt wasserdurchlässig und senkt die Abwasserkosten, da das Regenwasser automatisch in den Boden sickert. Die Ausfugung mit Splitt in einer maximalen Körnung von 3 mm kann vom versierten Heimwerker ohne Fachfirma vorgenommen werden. Nachdem die Pflastersteine verlegt und im Untergrund fest platziert wurden, erfolgt die Ausfugung mit dem gewählten Splitt.

Die Vorteile von Splitt zum Ausfugen von Pflasterwegen

Mit Sand befüllte Fugen müssen häufig nachgebessert werden. Edelsplitt, zu dem Basalt und Glanzkies oder Granit gehören, hält deutlich länger und bleibt dauerhaft wasserdurchlässig. Hochwertige Splitte hemmen die Bildung von Moosen und Unkraut, wodurch der Pflegeaufwand des Pflasterbodens sinkt und man deutlich weniger Arbeit mit der Beseitigung von Wildwuchs hat. Je kleiner die Körnung gewählt wird, desto mehr Material benötigt man für die Ausfugung. Beim Einkehren mit dem Besen ist darauf zu achten, dass der Splitt in die Fugen und nicht aus den Fugen heraus gekehrt wird. Bei kleinen Fugenbreiten empfiehlt sich die kleinste Körnung, während Pflasterwege mit breiten und bewusst asymmetrischen Fugen bestenfalls mit Splitt in größerer Körnung ausgefugt werden. Das hat nicht nur einen finanziellen, sondern auch einen arbeitstechnischen und einen optischen Vorteil. Während die dichte Einbringung bei kleinen Fugen essenziell ist, dürfen Ausfugungen bei großen Steinabständen ein wenig einsinken und den Steinen eine „herausragende“ Optik verleihen.

Fazit

Die Wahl des richtigen Füllmaterials für die Fugen von Pflastersteinen kann einen großen Einfluss auf das Aussehen und die Funktionalität des gepflasterten Bodens haben. Splitt ist eine gute Wahl für wasserdurchlässige Pflasterungen und bietet viele Vorteile gegenüber anderen Materialien wie Sand. Durch die Verwendung von hochwertigem Splitt können Sie die Bildung von Unkraut und Moos hemmen, den Pflegeaufwand reduzieren und Ihrem Pflasterboden eine ästhetische und zeitlose Ausstrahlung verleihen. Achten Sie darauf, die richtige Körnung und Farbe für die Fugenbreite und Pflasterung zu wählen, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Mehr zum Thema Pflastersteine finden Sie auch hier: Pflastersteine Verfugen: Ein umfassender Leitfaden

Welches Werkzeug dafür geeignet ist, finden Sie hier: Die besten Werkzeuge für das Verfugen von Pflastersteinen: Besen und Rüttelplatte

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